Zahnarztpraxis Dr. Schön - Behandlung - Endodontie
Endodontie

Endodontie

Was bedeutet Endodontie?

Die Endodontie ist der Teilbereich der Zahnmedizin, der sich in erster Linie mit Erkrankungen der Pulpa sowie des Gewebes um die Zahnwurzel herum befasst. Geläufig ist auch der Begriff Wurzelbehandlung bzw. Wurzelkanalbehandlung.

Kaum ein anderer Bereich der Zahnheilkunde hat sich in den letzten Jahren derartig weiterentwickelt wie die Endodontie. Durch neue, moderne Behandlungsmethoden kann die Langzeitprognose vieler betroffener Zähne deutlich verbessert werden.

Wie entstehen Erkrankungen im Bereich des Zahnmarks und der Wurzelspitze?

Zu einer Erkrankung der Pulpa, d. h. des Zahnmarks, kann es insbesondere bei einer sehr tiefen Karies kommen. Bakterien können sich in der von den Karieserregern erweichten Zahnhartsubstanz vermehren und immer näher in Richtung Zahnmark vordringen. Wird der kariöse Defekt nicht rechtzeitig behandelt, gelangen die Keime bis in die Pulpa, so dass sich das Gewebe im Rahmen einer Abwehrreaktion des Körpers entzündet (sog. Pulpitis). Da im Zahnmark auch reichlich Nervenfasern verlaufen („Zahnnerv“), ist dieser Zustand häufig von mehr oder weniger starken Schmerzen begleitet. In dieser Phase reagiert der betroffene Zahn oft extrem unangenehm auf Kälte- oder Wärmereize beim Essen oder Trinken.

Bisweilen verläuft die Erkrankung jedoch weitgehend chronisch und dabei unter Umständen auch relativ symptomfrei. Die Folge davon kann sein, dass das Zahnmark im Laufe der Zeit abstirbt (sog. Pulpanekrose) und sich die Keime anschließend ungebremst innerhalb des Wurzelkanalsystems des Zahns („Nervhöhle“) ausbreiten. An der ehemaligen Austrittsstelle des Nervs im Bereich der Wurzelspitze versucht das Immunsystem nun wieder, die Bakterien zu bekämpfen. Das Gewebe um die Wurzelspitze herum entzündet sich, so dass erneut Zahnschmerzen entstehen können. Oft ist dieser Zustand verbunden mit einer starken Aufbissempfindlichkeit des entsprechenden Zahns.

Neben Karies gibt es aber auch andere Ursachen für Erkrankungen des Zahnmarks, z. B. ein Trauma, thermische oder chemische Reize.

Wie läuft eine Wurzelkanalbehandlung ab?

Als Therapiemaßnahmen sind zwei wichtige Komplexe zu nennen: die Wurzelkanalaufbereitung sowie die Wurzelfüllung. Im Rahmen der Wurzelkanalaufbereitung wird das entzündete oder abgestorbene Gewebe des Zahnmarks entfernt (oft auch bezeichnet als „Ziehen des Zahnnervs“), anschließend werden die Wurzelkanäle mit speziellen Feilen gereinigt und erweitert. Dies geschieht selbstverständlich erst nach Betäubung des Zahns mit einem Lokalanästhetikum. Des Weiteren kommen desinfizierende Spülflüssigkeiten oder medikamentöse Einlagen zum Einsatz, um die Bakterien und Keime im Wurzelkanal des Zahns bestmöglich abzutöten.

Sind die Schmerzen beseitigt, werden die Kanäle mit Hilfe von Stiften aus sog. Guttapercha gefüllt und versiegelt, so dass eine zukünftige Besiedelung mit Keimen weitgehend ausgeschlossen ist.

Bei beiden Schritten sind ein sorgfältiges Vorgehen sowie der Einsatz moderner, zahnmedizinischer Geräte die Basis für einen langfristigen Behandlungserfolg:

Noch vor der Behandlung können mit Hilfe von strahlungsreduzierter, digitaler Röntgentechnik wichtige Befunde erhoben werden.

Um alle Bereiche des Wurzelkanals zu desinfizieren, ist es wichtig, dass die Feilen exakt bis zur Wurzelspitze in den Zahn eingebracht werden. Für die genaue Ermittlung der entsprechenden Messlängen, setzen wir ein elektrisches Längenmessgerät ein.

Die Aufbereitung und Füllung der Kanäle erfolgt ebenfalls mit Unterstützung modernster technischer Hilfsmittel, so dass eine hochwertige Behandlung gewährleistet ist.